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Wie funktioniert die Einlagensicherung?

Über das System der Einlagensicherung in Deutschland werden Spar- und Giroeinlagen von Bankkunden im Falle einer Bankeninsolvenz geschützt.

In Deutschland gliedert sich das System der Einlagensicherung in zwei Stufen:

  • Gesetzliche Einlagensicherung: Über die gesetzliche Einlagensicherung sind pro Kunde sämtliche Einlagen bis zu einer Summe von 100.000 Euro gesichert. Im Falle einer Bankeninsolvenz hat der Kunde innerhalb einer bestimmten Frist Anspruch auf Zahlung der ihm über die gesetzliche Einlagensicherung zustehenden Gelder. Die gesetzliche Einlagensicherung umfasst im Wesentlichen Kundeneinlagen auf Girokonten, auf Termin- und Festgeldkonten sowie auf Sparkonten.
  • Einlagensicherungsfonds: Ein zusätzliches, freiwilliges Mittel der Kreditinstitute zur Sicherung der Kundengelder sind die Einlagensicherungsfonds. Sie werden von verschiedenen Bankenverbänden getragen und von ihren Verbandsmitgliedern jährlich gespeist. Sollte ein Mitglied in die Insolvenz rutschen, sichert die Finanzkraft des jeweiligen Fonds die Einlagen der Kunden – oft in einer Höhe, die weit über die gesetzlich geforderte Versicherungssumme von 100.000 Euro hinausgeht. 

Weitere wichtige Instrumente der Einlagensicherung sind:

  • Strenge Eigenkapitalvorschriften: Sie definieren die Höhe des Eigenkapitals, über das eine Bank verfügen muss, in Abhängigkeit von den Risiken, die sie eingegangen ist. So soll sichergestellt werden, dass das Institut immer ausreichend Vermögen besitzt, um die Einlagen seiner Kunden auszahlen zu können.
  • Haftung untereinander: Meist gehören Banken zu einem größeren Konzern oder zu einer Bankengruppe. In diesen Gesellschaften bestehen zur weiteren Absicherung der Anlegergelder gegenseitige Haftungsübernahmeerklärungen, so beispielsweise auch bei den Sparkassen oder Genossenschaftsbanken.
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