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Was versteht man unter Aktienfonds?

Der Name sagt es bereits: Aktienfonds investieren in verschiedene, an inländischen oder auch an ausländischen Aktienmärkten notierte Unternehmen – die Anleger partizipieren also am Erfolg oder Misserfolg dieser Unternehmen. Der Fonds erhält Dividendenzahlungen und das Fondsmanagement kann durch geschickte Käufe und Verkäufe Kursgewinne für die Anleger realisieren. Der Erfolg eines Investmentfonds verdankt sich also immer auch dem Können der handelnden Personen und deren Entscheidungen. Positive Ergebnisse des Investmentfonds in der Vergangenheit sind kein Indikator für eine künftige Entwicklung, z. B. bei einem Wechsel des Fondsmanagements. Durch sehr häufiges Kaufen und Verkaufen von Aktien entstehen zudem hohe Transaktionskosten, die die Fondserträge mindern.

Doch auch die Kursverluste der erworbenen Aktien gehen zu Lasten des Fondsvermögens. Um Risiken zu begrenzen und auf das Marktgeschehen reagieren zu können, erlauben die Anlagevorschriften, über die jeder Fonds verfügt, in aller Regel, dass auch Bargeld, Anleihen oder Optionsscheine und Derivate gekauft werden dürfen. Die meisten Fonds sehen für die Aufteilung in die verschiedenen Papiere maximale Quoten vor.

Der sogenannte Zielmarkt bestimmt das Chance-Risiko-Verhältnis.

Um die Risiken eines Aktienfonds beurteilen zu können, müssen Anleger den Zielmarkt des Fonds kennen. Wird beispielsweise in die 30 Aktien des Deutschen Aktienindex DAX investiert, so handelt es sich hierbei um die größten Unternehmen aus vielen verschiedenen Branchen mit allgemein anerkannter Qualität. Bei spezialisierten Nebenwerte-Fonds findet eine Konzentration auf bestimmte Ausschnitte des Aktienmarktes statt. Sie setzen auf ein vergleichbar höheres Risiko – mit entsprechend höherer Kurschance –, denn sie investieren in kleinere Unternehmen, die oft in Nischen tätig und weitaus anfälliger für eine Insolvenz sind als etablierte Konzerne. Zudem gibt es Aktienfonds, die beispielsweise auf Übernahmekandidaten setzen und über ein entsprechend hohes Risiko verfügen.

Achten Sie auf das Mischungsverhältnis des Fonds

Andere Fondsmanager investieren sowohl in DAX-Unternehmen als auch in Werte von kleinen und mittleren Unternehmen, die im Börsenjargon „Mid- oder Smallcaps“ genannt werden. Der Unterschied im Anlagerisiko der Aktienfonds ergibt sich vor allem aus dem Mischungsverhältnis der Aktien – und das kann variieren. Wer also ganz genau wissen möchte, welches Risiko- und Ertragspotenzial sein Fonds hat, schaut am besten in die sogenannten wesentlichen Anlegerinformationen und die jeweiligen Prospekte, um sich z. B. über die tatsächliche Zusammensetzung des Fondsvermögens zu informieren. Die größten Positionen eines Fonds werden täglich auf den Internetseiten der jeweiligen Fondsgesellschaft ausgewiesen. Durch die starke mögliche Kursschwankungsbreite von Aktien, auch Volatilität genannt, sind diese Fonds vor allem für Investoren mit langfristiger Perspektive geeignet, die für eine höhere Rendite bereit sind, Kursrückgänge hinzunehmen.

Was macht eigentlich eine Fondsgesellschaft?

Fondsgesellschaften investieren Geld von Anlegern nach festgelegten Vorgaben z.B. in Wertpapiere, Immobilien oder Rohstoffe. Durch die Verteilung des angelegten Kapitals auf unterschiedliche Anlageprodukte wird das Risiko verringert (Risikostreuung). Trotzdem kann es zu Verlusten bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen.

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(PDF 1,6 MB) Inhaltsbeschreibung Infografik

Fondsgesellschaften bündeln das Geld von Anlegern und investieren es in Aktien, Anleihen oder Immobilien.

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